Suchen & Finden  
 
 
 
 
 

PM 28 / 04.05.2018 Dreimal 50 auf dem Maimarkt

Drei Betriebe sind seit einem halben Jahrhundert mit dem Maimarkt verbandelt

Die Eine kennt den Maimarkt schon von Kindesbeinen an, der Andere, seit er sich als Unternehmer selbstständig gemacht hat, und der Dritte ist fast immer „unsichtbar“: Für drei Betriebe bedeutet der Maimarkt die „fünfte Jahreszeit“ – und das seit 50 Jahren.

2005 hat Cornelia Hintenlang den Betrieb von ihrem Vater übernommen, aber auf dem Maimarkt ist sie schon als Kind herumgelaufen: „Sandstein ist mein Leben!“ lacht die Inhaberin des Natursteinwerks Hans Hintenlang, das sie nun in der 4. Generation betreibt. 1968 war die Firma zum ersten Mal auf dem Maimarkt. Der 250-Quadratmeter-Messestand im Freigelände ist einer der aufwändigsten auf dem Maimarkt: 4 Wochen Aufbau, 15 Lkw-Fahrten für den Transport, alles gemauert und bepflanzt wie im eigenen Garten. Jahrelang war diese Fläche größer als die eigene Ausstellung im Odenwald. „Mein Opa hat noch mit dem Pferdefuhrwerk Steine ans Heidelberger Schloss gefahren“, erinnert sich Cornelia Hintenlang, „das war damals schon eine Tagesreise von Grasellenbach aus“. Auf dem Maimarkt ist sie Herrin über fast 100 Wasserspiele sowie zahlreiche Figuren, Treppen, Vogeltränken und Mauern aus eher naturbelassenem Sandstein – dazu kommt der eigene Steinbruch im Odenwald.


Kaum hatte sich Fred Zimmermann mit seinem „Behälterbau“ im Jahr 1968 selbstständig gemacht, da war er auch schon Maimarkt-Aussteller – in diesem Jahr ist Zimmermann Tankschutz zum 50. Mal dabei. Im Gegensatz zu früher ist der über 70-Jährige jeden Tag am Stand: Er habe gelernt, dass die Interessierten unter der Woche kommen, sagt er mit einem Augenzwinkern und beobachtet gelassen den Besucherstrom. „Ich sehe den Leuten am Gesicht an, ob sie einen Öltank haben.“ Der wird in seinem Betrieb fachmännisch gereinigt und gepflegt und, sobald er ausgedient hat, möglicherweise als Regenwassertank weiterverwendet.


Seine „Arbeitsfläche“ ist über 225.000 Quadratmeter groß, und er ist auch erst zufrieden, wenn darauf nichts herumliegt: Als Geschäftsführer der Reinigungsbetriebe Künzler ist Rüdiger Butzke dafür verantwortlich, dass die Besucher einen sauberen Maimarkt betreten. Wenn sie durch die Eingänge strömen, ist seine Arbeit erledigt: Mit einer ganzen Armee an Personal werden die rund 400 blauen Mülltonnen geleert, Verstreutes beseitigt, Teppiche an Messeständen gesaugt, Gänge gereinigt und Aschenbecher gesäubert – abends nach 18 Uhr und morgens ab 5 Uhr. Dazu stehen modernste Geräte und Wagen zur Verfügung – anders als zu Zeiten seines Schwiegervaters Peter Künzler, der 1968 auf dem alten Maimarktgelände am Friedensplatz noch mit Reisigkörben und Handwagen den Müll einsammeln ließ. Seit 32 Jahren hat Rüdiger Butzke mit dem Maimarkt zu tun, davon 26 in der Leitung der Reinigung – da sieht er jedes Staubkörnchen und jedes Papierschnipsel, so scheint es. Kann er da überhaupt noch unbefangen selbst über die Messe bummeln? „Na klar“, freut sich der König der Sauberkeit, „ein Tag ist für die Familie reserviert, und meine Klassenkameraden treffe ich auch.“ Selbstverständlich auf einem blitzsauberen Maimarkt.


info:
Maimarkt Mannheim
noch bis 8. Mai, täglich von 9 bis 18 Uhr

Aktuelles Bildmaterial zum Download finden Sie hier...